Anlagen zur Behandlung von Niederschlagswasserabflüssen.

3P Technik Hydrosystem
Bild 6 – Reinigung von belastetem Regenwasser. (Quelle – 3P Technik GmbH.)

Grundsätzlich wird bei den Anlagen zur Behandlung von Niederschlagsabflüssen zwischen zentralen und dezentralen Anlagen unterschieden.

Erstere behandeln das Wasser von mehreren Hektar Einzugsgebieten. Dieses wird dazu über einen Regenwasserkanal zu den Anlagen geleitet.

 

Die dezentralen Anlagen hingegen sind bis etwa 5.000 m2 Anschlussfläche einzusetzen und liegen meist im Bereich der zu entwässernden Flächen.

Beispiele für zentrale Anlagen sind:

  • Regenklärbecken
  • Lamellenklärer, Schrägklärer
  • Retentionsbodenfilter

 

Filterrinne
Bild 7 – Entwässerungsrinne mit Filter. (Quelle – Birco GmbH.)

Bei den dezentralen Anlagen handelt es sich in der Regel um Produkte verschiedener Hersteller. Diese können ein geteilt werden in.

  • Absetzschächte
  • Lamellenabscheider, hydrodynamische Abscheider
  • Wasserdurchlässige Flächenbeläge (Pflasterbeläge, Drainbeton, wassergebundene Wegedecken) (Bild 5)
  • Substratgefüllte Rinnen oder Mulden mit Filterfunktion (Bild 7)
  • Straßenabläufe mit Behandlungsfunktiion
  • Schacht- oder Rohrbauwerke (Bild 6)

 

wasserdurchlässiges Pflaster
Bild 5 – Wasserdurchlässiger Pflasterbelag mit Behandlungsfunktion. (Quelle – Klosterman GmbH & Co. KG.)

Alle Filteranlagen müssen entsprechend den Herstellerangaben ausgelegt und dimensioniert werden.

Da es eine Vielzahl von Anlagen gibt, die sich vor allem im Betrieb und in der Wartung unterscheiden, helfen Zulassungen dabei, geprüfte Produkte ausfindig zu machen.

Die wichtigsten Zulassungen für die Versickerung sind die allgemeinen, bauaufsichtlichen Zulassungen des Deutschen Instituts für Bautechnik in Berlin (DIBt), die eine Eignung der Anlagen gewährleisten und genaue Angaben zu Planung, Einbau und Wartung machen.

Für die Ableitung in Oberflächengewässer sei auf die LANUV (Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) verwiesen.

Für den Spezialfall Metalldächer existiert außerdem eine bayerische Landeszulassung gemäß bayerischem Wassergesetz, die auf den Seiten des Landesamtes für Umwelt (LfU) abgerufen werden kann.

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