Ratgeber zum Thema Regenwasserbehandlung

Regenwasserbehandlung

Die Belastung des Niederschlagswasserabflusses.

Öl auf Pflasterbelag
Bild 1 – Tropfverluste von Kraftfahrzeugen auf Parkplatz einem. (Quelle – eigenes Bild.)

Der Niederschlagswasserabfluss ist selten wirklich sauber. Schadstoffe im Regenabfluss stammen aus der Atmosphäre und werden über die zu entwässernden Flächen eingetragen (Bild 1). Wobei die Konzentrationen von Dachabflüssen zu Verkehrsflächen ansteigen.

 

 

Schon im Niederschlag sind gelöste und transportierte Stoffe (Nassdeposition) und Feststoffe vorhanden. Diese werden während der Trockenperioden abgelagert (Trockendeposition).

Die Belastung des Niederschlages setzt sich daher aus zwei Hauptkomponenten zusammen. Einer globalen Stoffkonzentration, die aus den Emissionen weit entfernter Emittenten besteht. (Industrie, Verkehr, aber auch vulkanische Tätigkeit und Waldbrände). Und aus lokalen Einflüssen aus dem direkten Einzugsgebiet. (z.B. der Abrieb von Bremsbelägen oder Reifen der Kraftfahrzeuge, Tropfverluste von Ölen).

verschmutzte Verkehrsflächen
Bild 2 – Regenabflüsse von Verkehrsflächen sind hochgradig verschmutzt. (Quelle – Fotolia #46083007.)

An anorganischen Stoffen enthalten der Niederschlag und der Abfluss befestigter Flächen vor allem. Chlorid, Sulfat, Ammonium, Nitrat, Nitrit und Phosphat. Hinzu kommen Spurenmetalle wie Blei, Cadmium, Eisen, Kupfer, Zink und Quecksilber.

An toxischen organischen Stoffen treten vor allem polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) auf. Diese entstehen bei Verbrennungsprozessen.

Des weiteren Organochlorverbindungen (AOX) und chlorierte Kohlenwasserstoffe (HCH), die ihren Ursprung in der chemischen Industrie haben und in Pflanzenschutzmitteln vorkommen.

Auf Verkehrsflächen treten aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe hinzu.

 


 

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Verfasser: Prof. Dr.-Ing. Carsten Dierkes / Münster.